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DAS SIND WIR!

 

4 KONTEXT ist aus einem konkreten Bedarf entstanden, den wir durch langjährige Erfahrung in der Medien- und Kulturlandschaft selbst erkannt haben: Es fehlt an Räumen für kritische Auseinandersetzung, für Perspektivenvielfalt und für nachhaltige Veränderung.

Mit 4 KONTEXT wollen wir genau dort ansetzen: Wir klären über Strukturen und Muster auf, die Diskriminierung reproduzieren – mit einem Fokus auf diskriminierende Strukturen, Rassismus, Queerfeindlichkeit und Kolonialgeschichte – und darauf, wie diese Themen in Medien, Ausstellungen, Institutionen und in der Filmindustrie verhandelt werden.

Uns ist wichtig, dabei nicht nur auf Missstände hinzuweisen, sondern ein Netzwerk aufzubauen, das Austausch ermöglicht und Perspektiven sichtbar macht, die allzu oft übergangen werden.

Derzeit bauen wir ein Netzwerk von Medien - und Kulturschaffenden auf, die vielfältige Perspektiven und fundierte Erfahrung im diskriminierungssensiblen Arbeiten mitbringen. Unser Ziel ist es, darüber nicht nur Austausch zu ermöglichen, sondern auch passgenaue, kontextsensible Beratung anzubieten.

Wir möchten so Schritt für Schritt noch mehr Stimmen sichtbar machen und in Zukunft für immer spezifischere Themen sensibilisieren – mit dem Anspruch, langfristig strukturelle Veränderung mitzugestalten.

Amal Schütz

Ich bin Amal Schütz, Filmschaffende, Sensitivity Readerin und Lektorin für das ZDF. Mit einem Abschluss an der Filmuniversität Babelsberg und acht Jahren Erfahrung in der Medienbranche habe ich gelernt, wie entscheidend es ist, wie Geschichten erzählt werden – und wer überhaupt die Chance auf Sichtbarkeit bekommt. Meine Perspektive ist geprägt von verschiedenen kulturellen Einflüssen, und genau das hat mein Bewusstsein für Repräsentation, Sprache und Verantwortung geschärft. Durch meine Erfahrungen im  Diversitätsmanagement für das renommierte Sehsüchte Filmfestival und mein Engagement im Impact Producing vereine ich in meiner Arbeit die Schnittstelle von sozialer Nachhaltigkeit und inklusiven Produktionsprozessen. Mein Ziel ist es, Räume in der Film- und Medienbranche zu schaffen, in denen diverse Perspektiven nicht nur sichtbar gemacht, sondern auch nachhaltig einbezogen werden können.

„Nichtbetroffene können niemals die Expertise von Betroffenen erreichen, egal wie viel Wissen sie sich anlesen, aber durch Austausch und Empathie kann jede*r zur sensibilisiertesten Nichtbetroffenen werden - und die werden dringend gebraucht!“ 

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Jody Adwoa Pinkrah

Ich bin Jody Adwoa Pinkrah, Redakteurin für eine Plattform, die afrikanische und afrodiasporische Perspektiven in den Mittelpunkt stellt. Mein akademischer Hintergrund in Sozial- und Kulturanthropologie (Freie Universität Berlin) sowie Expanded Museum Studies (Universität für angewandte Kunst Wien) hat meine Auseinandersetzung mit Erinnerung, Macht und Repräsentation geprägt, besonders im Kontext kultureller Institutionen und kuratorischer Prozesse. Meine Arbeit ist stark mit den Black Studies verbunden und ich beschäftige mich intensiv mit Schwarzem Leben in globalen Kontexten. Dabei richte ich den Blick auf die Vielschichtigkeit Schwarzer Lebensrealitäten, die in ihrer Unterschiedlichkeit durch geteilte Fragen nach Sichtbarkeit, Zugehörigkeit und kolonialen Prägungen in Beziehung stehen. Ich glaube, dass kritisches Wissen und Bildung zentrale Werkzeuge für nachhaltige Veränderungen sind. Deshalb engagiere ich mich dafür, Räume zu schaffen, in denen Rassismus, Kolonialgeschichte und andere Machtverhältnisse nicht nur thematisiert, sondern kontextualisiert und hinterfragt werden, sei es in Texten, Ausstellungen oder redaktionellen Prozessen.

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"Es kommt darauf an, wer spricht, wer zuhört und wessen Geschichte erzählt wird."

Alîn Zerya

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"In der Kunst sollte es einen ehrlichen Dialog zwischen Realitäten geben - für eine Sichtbarkeit von Differenz ohne Ausschluss und Diskriminierung."

Ich bin Alîn Zerya, Regisseurin, Drehbuchautorin und studierte Fotografin mit über 10 Jahren Erfahrung in der Kreativbranche. Ich bin in der kurdischen Diaspora aufgewachsen, welche meine künstlerische Arbeit ebenso prägt wie mein politisches Denken. Die Deutsche Kreativ- und Filmbranche wird nach wie vor maßgeblich von einer konservativen Einseitigkeit bewegt. In einer Branche zu arbeiten, die Diversität fortführend noch als Label, aber selten als strukturelle Realität begreift, ist für alle Betroffenen eine psychische und emotionale Herausforderung. Deshalb empfinde ich es als eine wichtige Verantwortung Räume zu schaffen, in denen vielfältige Erfahrungen besprochen und aufgearbeitet werden dürfen. So können wir alle gemeinsam eine inklusive Weiterentwicklung unserer Gesellschaft fördern. Als Co-Host des neuen Podcasts “Kanaksenf” schaffe ich unter anderem auch einen sicheren Ort für migrantische Stimmen, Perspektiven aus der Diaspora und die Fragen, die in der deutschen Kulturlandschaft zu oft unbeantwortet bleiben. Im Rahmen meiner künstlerischen Arbeit durfte ich bereits mit Partner*innen wie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Warner Music Chappell sowie verschiedenen Fashion-Magazinen wie Kaltblut oder Sabat Magazine zusammenarbeiten.

Tara

 „Erst wenn Geschichten multiperspektivisch erzählt werden, kann ein verbindendes gesamtgesellschaftliches Normativ entstehen, in dem sich alle Menschen selbst verorten können. Marginalisierte Themen sollten in Filmen wertschätzend repräsentiert werden.“

 

Ich bin Tara - meine Leidenschaft ist das Kino! Als studierte Medien- und Filmwissenschaftlerin interessiere ich mich besonders für transkulturelle Filme, in denen die Lebensgeschichten von BIPoC-Figuren im Fokus stehen. Im Speziellen habe ich mich mit Figurenanalysen von BIPoC- Protagonist*innen im deutschen Spielfilm beschäftigt. So habe ich untersucht, wie mit stereotypisierten Bildern und Klischees bezüglich auf ihre Inszenierung, Sprache, Repräsentation und Kleidung umgegangen wird. Besonders das Kostüm ist ein visuelles Element, das sich hervorragend zur Charakterisierung von Figuren eignet. Demzufolge verfüge ich über ein fundiertes Fachwissen zu den Themen Repräsentation, Stereotypisierung und Diskriminierung von BIPoC-Figuren im fiktionalen Film. Als Filmwissenschaftlerin habe ich einige Seminare zur Film- und Figurenanalyse gehalten und plädiere für eine kontinuierlich nachhaltige intersektionale Filmkultur.  Die bewusste Auseinandersetzung und Förderung ungehörter Stimmen vermitteln die Werte, die ich in meiner Arbeit verankern möchte. 

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